Die Saga „Conrad“

Conrad_Vater
Band 1

Die Saga ``Conrad``

Ursprünglich wollte ich einen einfachen Ritterroman schreiben. Ein paar hundert Seiten. Aber je mehr ich recherchierte, desto mehr wurde mir klar: Ich werde dieser Zeit nicht gerecht, diesem Ritter, seinem Erbe und meiner Heimat, der badischen Bergstraße. Aus einen Band wurde zwei, dann drei und heute habe ich die Geschichte in sechs Bände aufgeteilt. Das ist herausfordernd, denn ich schreibe an mehreren Bänden parallel. Selbstverständlich habe ich den ersten Band als erstes Ziel fest im Blick. Allerdings: Es kommt bei meiner Recherche immer wieder vor, dass ich ganze Kapitel rückwirkend abändern muss, damit die Geschichte historisch stimmig bleibt, denn das ist mein Anspruch. Ich könne einfach über historische Ungenauigkeiten hinweg schreiben, aber ich will die Geschichte so gestalten, wie sie wirklich passiert sein könnte.

Band 1 entsteht Schritt für Schritt

Recherche
Sein Leben schreiben
Den Text formen
Zur Reife bringen
Srizzesheim anno domini 764

Von der Idee zum Prolog

Die erste Urkunde der Erwähnung Schriesheims hängt viel enger mit dem Schicksal Conrads zusammen, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Und – ironischer Weise – zieht sich dieser Umstand bis heute hin. Es geht um den Schlossberg.

Auszug aus dem Prolog zu Conrad

Eine Szene, die bis heute alles verändert

"Durch den langen, schlichten Kreuzgang hallten die elysischen Klänge der Benediktiner. Ihr Gesang strömte aus dem Kirchenschiff und kündigte die Mittagshore an, die in Kürze beginnen würde. Ungeduldig schielte Abt Hariolf in die karge Büßerzelle. Den schmalen Mund zog er zu einem Strich, als Bruder Irmund mit ausdruckslosem Gesicht und festem Schritt und ein halb bekümmerter, halb schockierter Bruder Ucbert aus der Zelle traten.
„Und?“, bohrte der Seelenhirte nach und zupfte die braune Kukulle zurecht, die er für die Lesung über sein Grundgewand geworfen hatte.
Irmund wischte mit einem Leinentuch das Blut von dem armdicken, säuberlich geschnitzten Prügel: „Er widerruft den Widerruf.“
„Ha. Auf euch ist Verlass, wie immer“, freute sich der Abt und bekreuzigte sich für diesen offensichtlichen Ausbruch an Freude. Das Wimmern aus der Zelle erinnerte ihn daran, dass der neue Bruder aus Scrizzesheim unbeugsamer war, als angenommen. „Wird er überleben?“
Bruder Irmund deutete auf die Leinentücher, das Kissen und den tönernen Wasserkrug, den er in weiser Voraussicht schon vor die Zelle gestellt hatte. Ruhig platzierte er den Knüppel neben die Utensilien: „Wie immer. Es war nicht ganz leicht, ihn vom rechten Weg zu überzeugen.“"

Hariolf von Ellwangen, Abt des Klosters 764 und zwei seiner Ordensbrüder

UNESCO Welterbe Kloster Lorsch

Heute kaum mehr vorstellbar, welche Macht und welchen Einfluss die Reichsabtei vor dem Jahr 1232 hatte. Es ist oberflächlich nicht mehr viel zu sehen. Der wahre Schatz liegt wortwörtlich im heiligen Boden und ist verstreut in der Welt. Für Conrad musst die Übergabe des Klosters an den Erzbischof von Mainz, Siegfried von Eppstein, eine Katastrophe gewesen sein.
Besetzung

Die Charaktere

Conrad Strahlenberger

Herkunft: Hirschberg-Leutershausen, Bergstraße, Heiliges Römisches Reich deutscher Nation
Stellung: Junker der Hirschburg, Gefolge König Heinrichs VII
1220-1225, historische Figur

Otto von Wittelsbach

Herkunft: Bayern und Pfalz, Heilig römisches Reich deutscher Nation
Stellung: Sohn des Pfalzgrafen Ludwigs
1220-1224, historische Figur

Elisabeth von Erbach

Herkunft: Erbach im Odenwald, Heilig römisches Reich deutscher Nation
Stellung: Schenken von Erbach
1220 -1224, namentlich nicht bekannt, aber historisch erwähnt als "Tochter"

Conrad von Hirschberg, Conradin

Herkunft: Bergstraße, Heilig Römisches Reich Deutscher Nation
Stellung: Junker der Hirschburg, Vetter von Conrad Strahlenberger
1217-1224, historische Figur
Conrad auf der Wildenburg mit Blick in den Odenwald
Bildgewaltig

Ein Wort zu Bildern

KI-generierte Bilder sind Fluch und Segen zugleich. Sie helfen mir ungemein, Szenen, die ich im Kopf haben, zu visualisieren. Vor allem bei der Charaktererstellung sind sie hilfreich, gerade wenn es um Nebencharaktere geht, die alle paar Jahre auftauchen. Ein Blick auf ein Porträt und der Charakter ist wieder präsent.
Fluch deshalb, weil ich sehr visuell denke. Szenen sehe ich vor mir, wie im Film. Deshalb habe ich eine klare Vorstellung davon, wie etwas auszusehen hat. Das macht die KI jedoch oft zu perfekt als Bild und zu falsch in der Authentizität. Dann verbringen ich Stunden mit Paint und bearbeite die Bilder nach. Ein totaler Zeitfresser. Daher lieber Besucher und liebe Besucherin: Die Bilder die Du auf dieser Webseite findest, sind mitunter historisch nicht ganz stimmig. Drücke ein Auge zu - oder beide. Alle Bilder, die du hier sieht, sind lediglich eine Gedankenstützte für mich beim Schreiben, nichts, das - im Gegensatz zu meinen Romanbänden - den Anspruch hat, historisch so authentisch wie möglich zu sein.

Warum Conrad ein Zuhause brauchte

Mein Substack-Gehversuch

Von Juli 2025 bis März 2026 habe ich meine Geschichte live auf Substack geschrieben. Doch weder Conrad noch ich waren dort je wirklich zu Hause. Mein Vogt braucht sein eigenes Reich. Unabhängig. Selbstverwaltet. Und ja: auch mit vollem Risiko.
Hier auf conradvonstrahlenberg.de bestimme ich selbst, was wohin gehört, wie alles aussieht und in welchem Raum diese Geschichte entsteht. Ohne Ablenkung. Ohne das ständige Dazwischenfunken von Likes, Kommentaren oder täglichen Notizen anderer Schreiber – so sehr ich sie auch schätze. Denn am Ende ist es genau das: Zerstreuung. Und Zerstreuung ist der leise Tod jedes Schaffens. Vielleicht verliere ich damit Leser. Das ist möglich. Aber ich schreibe diese Geschichte nicht für Leser. Ich schreibe sie, weil ich nicht anders kann. Weil mich ein Ritter dazu berufen hat. Und nun, wo die Ablenkungen wieder fort sind, schreibe ich wieder. Und das tut gut. Darum wird der Substack nach und nach hierher umziehen.
Ob das gut ist dort wegzugehen? Ich folge meinem inneren Kompass und habe einen Ritter an der Seite. Wir werden sehen.

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