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Bilder, Fotos, Impressionen
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Bilder von der Strahlenburg

Aus Conrads Welt
KI generierte Bild, z.T. mit Photoshop noch mal nachbearbeitet. Tauche mit mir ein in die Geschichte der Bergstraße im 13. Jahrhundert.

Fundstücke "Zwischenwelten"
Vom 13. Februar 2026, dem Kauf der Strahlenburg durch die Stiftung Strahlenburg, bis zum 2. Arbeitseinsatz am 11. April 2026 gab es auf der Burg für mich ein sehr seltenes Zeit-Ereignis. Ich nenne es „Zwischenwelten“. Es sind die letzten „Minuten“ vor dem Übergang in ein neue Ära. Alles lag noch dort, wo es seit Wochen, Monaten, Jahren und Jahrzehnten lag. Manches lag vielleicht sogar ein ganzes Jahrhundert an dieser Stelle. Nichts bleibt ewig. Alles vergeht. Aber mit einem Fotoapparat kann man jene Momente konservieren. Und genau das habe ich gemacht: Zwischenwelten eingefangen.
Stilleben: Die Zeit läuft ab
In „Champagnerkeller“ steht es aktuell (18.4.26) noch immer, dieses kleines Stilleben und entzog sich der Aufräumaktion. Ein bisschen freut es mich, dass es noch da ist. Um Fünf vor Eins hielt diese Uhr den „Atem“ an. Seither hat sich auf der Burg dennoch viel verändert, auch wenn sie sich weigert, die Zeit weiterlaufen zu lassen. Sie ist nur ein Messgerät und auch ihre Zeit wird kommen.
Vergessenes Kinderlachen
Irgendwann hat ein Vater für seine Tochter oder seinen Sohn ein kleines, rotes Wägelchen gebaut. Lachend zog das Kind das Vehikel hinter sich her, voll beladen mit Steinchen, Ästchen oder Süßigkeiten. Das Kinder wurde groß, der Vater alt, das Wägelchen landete auf den Dachboden der Strahlenburg, wo es bis heute von Kinderlachen vergangener Zeiten träumt.
Lost Kowledge
Welche Infos hier wohl noch drauf gespeichert war? Jemand fand das Wissen auf dem Bildschirm so wichtig, dass er es auf diese Diskette speicherte. Was es war? Wir werden es nie erfahren. Die Diskette wanderte aus dem Schuppen, den wir liebevoll „Orangerie“ nennen, in den Abfallcontainer und mir wird klar, wie schnell Wissen vergeht, wenn sich keiner mehr die Zeit nimmt, es zu bewahren.
Hoffung
Es kostet schon Mühe, in den Dachboden zu klettern. Die Leiter ist schmal, die Sprossen eng. Irgendwann in den 1950ern bi 1970ern hat sic hat sich jemand die Mühe gemacht, den Kinderwagen hier oben abzustellen – die Hoffnung auf ein weiters Kind war wohl nicht ganz erloschen, so dass er außer sicht, aber nicht ganz außer Reichweite kam. Vielleicht hoffe man in einigen Jahren auch auf Enkelkinder, dass man ihn nicht weggeben wollte. Eine vergessene Zukunft?
Geistergeschichten
Noch ein Dachbodenfund: Spukgeschichten in einer Styroporbox. Also wollte man das Frösten noch ein wenig länger Konservieren. Ich musste schmunzeln: Wer schenkt Kindern, die auf einer Burg wohnen, ein Buch über Geistergeschichten auf einem Schloss? Das kann nur jemand sein, der die Elter nicht leiden kann, denn die sind es, die den Kindern versichern müssen, dass es nicht spukt.
Im stillen Kämmerlein
Hinter einer Tür im Burgkeller verborgen: zwei Flaschen Likör mit einem dünnen letzten Rest. Irgendjemand hat sie hier abgestellt, ungesehen von den Blicken anderer, in einen Zwischenräumchen, das gerade zum stehen reicht. Eng genug, auch nach 2 Flaschen Alkohol nicht umfallen zu können – vorausgesetzten, man hat die Tür abgeschlossen.
Heb mich hoch
Es hat Ausdauer, dieses kleine Igel-Püppchen. Es lag in der „Orangerie“ auf dem Boden und streckte wohl schon seit Jahrzehnten die Ärmchen in die Luft, als würde es sagen: „Heb mich hoch“. Und nun liegt es irgendwo in einem Container und wird auf der Deponie noch weitere 400 Jahre dem Zerfall um sicher herum die Arme entgegenstrecken. Ein Kinderlächeln wird dieses Püppchen so schnell wohl nicht mehr sehen.
Kaminzimmer
2. Obergeschoss. Unter einen Fenster eine Kiste voller alter Postkarten. Mittendrin der Blick in einer andere Zeit: Das Kaminzimmer. Der Kamin brennt, die Tische sind rund, die Plattenrüstung ist noch nicht Ausrüstung des Raumes. Auch das Kaminzimmer wird sich verändern in den nächsten Jahren. Ich ging zurück und ein paar Tage später packe ich selbst mit an und veränderte den Raum. Nichts bleibt ewig. Aber ich bin froh, Zeit-Ereignisse so intensiv wahrzunehmen. Heute war ein guter Tag. Ich stand zwischen den Zeiten.
Geschichtsträchtig
in den 1930ern hatte man den kleinen Schuppen neben dem Turm angebaut. Heute droht er zu verfallen. Ein Fall für den Denkmalschutz, denn dieser Schuppen war der Start in die Strahlenburg-Gastronomie. Ob diese Töpfe, Flaschen und das Kesselchen noch aus jeder Anfangszeit stammt? Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Als Camping-Ausstattung taugt es vielleicht noch – oder als Zeitzeuge für die nächsten 100 Jahre.














